Es war eine sehr schöne und eine sehr intensive Woche im Lechquellengebirge.
Nachdem ich 2024 die Ausbildung zum Wanderleiter absolviert hatte, 2025 die Führungstour von Sölden nach St. Leonhard in Passeier für unsere Sektion leitete, nahm ich nun vom 19.7. – 25.7.2026 an der Fortbildung zum Trainer C Bergwandern teil.
Ich hatte ich mir von dem Kurs erhofft, Kenntnisse und Fähigkeiten in vielen Bereichen des Bergwandersports und-Erlebnisses zu erweitern.
Was soll ich sagen? Meine Erwartungen wurden übertroffen!
Wir (neben mir noch 10 weitere Teilnehmende) wurden von zwei sehr erfahrenen und kompetenten Bergführern geschult. Aufgeteilt in zwei Gruppen ging es Tag für Tag vom Stützpunkt Freiburger Hütte in die Berge des Lechquellengebirges. Es war wirklich spannend. Dass wir uns als Teilnehmer sehr gut auf sehr schwierigen Wegen und weglosem Gelände zuhause fühlen, wurde vorausgesetzt. Nun hieß es, auch im herausfordernden weglosen Gelände wertvolle Erfahrungen beim Führen von Gruppen zu sammeln. Das war fordernd und schön zugleich. Einen Berg erwandern, auf den es keinen „normalen“ Weg hinauf gibt, ist vielversprechend und lohnend.
Nach einer Woche im Lechquellengebirge kann ich rückblickend sagen, dass meine Führungskompetenzen in schwierigem Wandergelände und beim Führen von Gruppen gefestigt und erweitert wurden.
Schwerpunkte der Fortbildung waren:
- Gehen auf Steigen im weglosen Gelände (Gras, Geröll, Schrofen, Schnee und Firn
- Gruppenführung und -betreuung auf Gebirgswanderungen
- Methodik
- Vertiefung der Inhalte: Umweltbildung (Ökologie des Hochgebirges, Durchführung umweltgerechter Wanderungen / Exkursionen)
- Orientierung und Wetterkunde
- Erste Hilfe und behelfsmäßige Bergrettung
- Risikomanagement auf Bergwanderungen
- Theorie-Selbststudium
Man sieht: es war sehr umfangreich : )
Damit möglichst viel Zeit für die Praxis bleiben konnte, mussten sich alle Teilnehmer bereits zuhause im Vorfeld auf die schriftliche Prüfung vorbereiten.
Da hieß es in den Wochen vor der Fortbildung neben dem Training für die bergsportliche Fitness: Hinsetzen und lernen.
Die Höhepunkte der Woche waren auf der einen Seite die Gemeinschaft der gesamten Gruppe
und der gute Austausch mit den Bergführern,
die man wirklich alles fragen konnte, auf der anderen Seite die Erweiterung der persönlichen Kompetenzen. Unter anderem beim Besteigen der Roten Wand und des Ganahlkopfes
auf weglosem Gelände konnte in der Praxis Vieles erprobt und gefestigt werden.
In diesem Jahr kann ich auf dreißig Jahre zurückblicken, in denen ich immer sehr gerne in den Alpen unterwegs bin. Mal allein, mit der Familie, mit Freunden oder wie im letzten Jahr für die Sektion Hagen.
Dabei war ich oft in der Führungsposition. Deshalb freue ich mich darauf, meine Erfahrung und meine Leidenschaft für das Bergwandern mit euch bei zukünftigen Aktionen zu teilen.
Schön, wenn du mit dabei bist beim Abenteuer Bergwandern, bei dem wir gemeinsam diese unglaublich schöne Bergwelt bestaunen und genießen können und mittendrin sind.
Herzliche Grüße und bis dahin,
Euer Wolfgang Fehling
DAV – Trainer C Bergwandern der Sektion Hagen




