Tag 5

Wie abgesprochen beginnen wir wieder sehr früh mit der nächsten Etappe. Um 7°° Uhr machen wir uns auf den Weg über das Piztaler Jöchl 2996 m nach Zwieselstein 1740 m. Auf den rund              250 Höhenmeter zum Jöchl wird vor Steinschlag gewarnt. Nach einem Kamm von 200 m den wir queren, erreichen wir über eine steile Flanke mit oft ausgesetztem Steig das Pitztaler Jöchl. Von hier haben wir einen großartigen Blick auf die unter uns, in einem Hochkessel gelegene Brauschweiger Hütte. Beeindruckend sind die umliegenden hohen Berge und mächtigen Gletscher.

Der Abstieg über das sehr steile Schotterfeld mit teilweise abgedeckten Schneefeldern, durch Ketten, Drahtseile und Stahlbügeln zum Teil gesicherten Weges, ist kraftraubend und anstrengend. Ab dem Pitztaler Jöchel sind nur noch wenige Wanderer anzutreffen, denn die meisten gehen über die Martin-Busch-Hütte 2501 m und Similaunhütte-Niederjoch 3019 m über Vernagt nach Meran.

Unterhalb der riesigen Parkplätze des Rettenbachgletschers für die Skituristen steht eine kleine Kapelle, die uns den Verlauf des E5 aufzeigt. Kurz nach der Rettenbachalm auf 2145 m, biegen wir rechts ab mit Blick auf Sölden und Hochsölden.                                                            

Über Grashänge, unterhalb der Mittelstation, durch lichten Wald an der Löplealm vorbei zur Gaislachalm 1968 m. Hier gönnen wir uns eine Pause und Stärkung.

Auf dem anschließenden Abstieg nach Zwieselstein 1470 m, zwingt eine Wadenzerrung Hans Werner zu einem gemäßigtem  Tempo. Den geplanten Bus nach Obergurgel zum umsteigen auf das Timmelsjoch verpassen wir dadurch. Mit einem Taxi, fahren wir dann nach Obergurgel und erreichen den Bus zum Timmelsjoch 2509 m. Vor der Mautstelle an dem Motorradmuseum haben wir 1 Stunde Aufenthalt, bevor es weiter mit dem Bus zur Staatsgrenze geht.

Hans Werner fährt voraus zum Gasthaus Hochfirst und wird für uns Quartier machen.

Rainer und Manfred wandern noch 1,5 Stunden von der Staatsgrenze  über steile Wiesenhänge bis zum Gasthaus Hochfirst 1860 m. Während des Abendessens geht ein heftiges Gewitter nieder und wir vergessen die durchgewaschene Wäsche, Socken usw. auf dem Balkon.

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