Donnerstag Wasseralm – Durch den Regenwald

Nach drei Sonnentagen änderte sich das Wetter. Bei unserem Abmarsch am Morgen war der Himmel dicht bewölkt, aber es war trocken. Kein Grund, nicht loszugehen. Unser Weg führte durch Bergurwälder zur Wasseralm. Nach einer Stunde begann es zu nieseln. Einer nach dem andern beschloss, die Regenklamotten anzuziehen oder den Schirm aufzuspannen. Irgendwann regnete es nicht mehr, es schüttete. Über nasse Baumwurzeln, glitschige Felstufen und vermoderte Holzstufen kämpften wir uns voran. Mich plagte außerdem ein Magengrimmen, das Essen am Abend zuvor bekam mir nicht gut. Ich war froh, dass meine Mitwanderer mir Gepäck abnahmen.

Die Wasseralm ist ein idyllischer Ort. Eine Lichtung im Wald, darauf stehen mehrere kleine Hütten, eine zum Schlafen, eine zum Essen, eine zum Waschen. Holzbänke und -tische stehen vor den Hütten. Bestimmt ist es schön, hier im Licht der Abendsonne zu essen, zu trinken und dem rauschenden Bach zu lauschen. Als wir ankamen, war dieser über die Ufer getreten, überall waren Pfützen. Unser erster Weg führte zum Trockenraum. Ob die Schuhe und Klamotten bis morgen trocken werden?

Zum Abendessen hatten die Wirtsleute einen schmackhaften Eintopf gekocht und die Stube geheizt. Womit die Zeit bis zum Schlafengehen vertreiben? Zum Glück hatte Axel Doppelkopfkarten mitgenommen. Statt einem Sechserzimmer für uns alleine gab es diesmal ein riesiges Matrazenlager mit engen Schlafkojen. Nach überstandenem Magengrimmen konnte ich gut schlafen. Dies gelang jedoch nicht jedem von uns.