Klettern im (mittleren) Alter

 

 

Einleitung

 

Klettern ist eine faszinierende Sportart und Freizeitbestätigung. Wenn man kletternde Kinder beobachtet, kann man ein Stück weit den Spaß erkennen, den sie dabei haben. Kinder klettern intuitiv, die Freude an der Bewegung steht im Vordergrund. Bei uns Erwachsenen ist das nicht mehr ganz so einfach. Wir sind uns der Gefahren bewusster. Dann haben wir vielleicht auch Sturz- oder Höhenangst, die uns hemmt Kletterbewegungen und Kletterspaß auszuüben.

Klettern ist eine komplexe und vielfältige Sportart. Sie fordert und fördert Körper und Geist. Die vielfältigen Bewegungsvarianten sind groß. Das braucht Zeit sie nach und nach zu lernen und anzuwenden. Deshalb wird Klettern auch nicht schnell langweilig sondern fördert das Zusammenspiel zwischen Kraft, Kraftausdauer, Technik, Taktik und Psyche.

Klettern ist immer noch im Trend. Wenngleich junge Menschen den größten Anteil ausmachen, so finden aber auch Frauen und Männer ab dem mittleren Alter zunehmend den Weg zum Klettern.

 

Warum klettern?

 

Klettern stärkt die Muskulatur und fördert die Rumpfstabilität, ohne die Wirbelsäule unnötig zu belasten. Starke Muskeln wirken sich positiv auf die Knochen aus, was wiederum eine eventuelle Osteoporose ausbremst. Auch Schnelligkeit und Beweglichkeit werden trainiert. Die Sportart wirkt sich positiv auf die Körperwahrnehmung aus, denn beim Klettern ist das finden und verlagern des Körperschwerpunktes für die Kletterbewegungen wichtig und dabei auch kraftsparend und fördert auch die sensorischen und motorischen Fähigkeiten. Auch Sehnen, Gelenkkapseln und Bindegewebe profitieren vom Klettern, da diese durch Dehnung, Entspannung und Druck stimuliert werden. Neben den körperlichen Aspekten profitiert auch die Psyche von dieser Sportart. Klettern fördert die Konzentrationsfähigkeit, fordert heraus sich auf das Jetzt zu fokussieren.

 

Voraussetzungen

 

Unser Körper im (mittleren) Alter ist nicht mehr so belastbar wie in jungen Jahren. Die Regenerationszeit ist länger als bei jüngeren Menschen. Das heißt, das ein bis zwei mal pro Woche Klettern völlig ausreichend ist und es passt vielfach gut mit den Lebensgewohnheiten zusammen. Die positive Seite des (mittleren) Alters ist, dass bewusster gelebt wird, mehr Lebenserfahrung vorhanden was sich positiv auf das Bewältigen von Kletterrouten auswirkt.

Grundsätzlich kann jeder klettern. Wer jedoch unsicher ist, der sollte Rücksprache bei seinem Arzt halten.

 

Wie beginnen?

 

Wer interessiert ist, das Klettern mal auszuprobieren, der kann sich gerne bei mir melden und mal zum Kletterschnuppern mit zur Freitags-Klettergruppe mitkommen.

Die kurze Darstellung ist ein Auszug aus einem eBook „Klettern im mittleren Alter“. Die Beschreibung kann ich persönlich bestätigen. Ich habe mit 58 Jahren das Klettern begonnen. Meine intensivste Erfahrung ist die Kombination aus Planung der Bewegung und die körperliche Umsetzung der Bewegung. Klettern ist für mich jedes mal en gutes Mentaltraining, was super ausgleichend zu den beruflichen Belastungen wirkt.


Hans-Werner Treppmann